„Einmal wurde nach dem Karneval ein Kostüm zurückgegeben, das mit Klebeband notdürftig zusammengeflickt war und aussah, als hätte es jemand die Straße entlanggerollt“, erzählt Maurice Stelder von E-carnivalskleding. „Der Kunde behauptete, er hätte es nicht getragen, aber die Wertmarken aus der Kneipe um die Ecke steckten noch in der Tasche.“
Federn
„Ich musste mein Zimmer opfern. Und dann schlief ich in seinem Zimmer daneben“, sagt Martijn Stelder und zeigt auf seinen älteren Bruder Maurice. „Das war der Kompromiss für das erste Jahr. Dann wurde das Wohnzimmer in einen Packraum umgewandelt, und die Federn der noch nicht ausgepackten Boas flogen überall im Haus herum. Mama sah zwischen den Bestellungen fern. Das werde ich nie vergessen.“
Zeit zu gehen
Kurz darauf wuchs der Onlineshop so schnell, dass das Elternhaus nicht mehr ausreichte. „Und wir mussten wirklich ausziehen“, lacht Maurice. „Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie die Einfahrt neu asphaltiert wurde und ein Lieferwagen vorfuhr. Da sagte unsere Mutter: ‚Leute, es ist Zeit.‘“
Fertigprodukte
Es war also Zeit für einen Umzug. Um ihr Geschäft zu erweitern. Mit sieben Mitarbeitern bearbeiten sie nun kurz vor Karneval tausend Bestellungen pro Tag. Und diese Bestellungen kommen hauptsächlich aus Brabant. „Wir bekommen auch Bestellungen aus Limburg, aber wir fertigen unsere Kostüme oft selbst an. Die meisten unserer Konfektionskostüme verkaufen wir in Brabant. Die Limburger sind sehr handwerklich begabt und kommen oft zu uns, um Accessoires für ihre selbstgemachten Kostüme zu kaufen.“
Zum Sand
Die Brüder arbeiten seit 17 Jahren gemeinsam im Unternehmen. Seite an Seite. „Aber es läuft nicht immer alles glatt“, lacht Maurice. „Und es ist okay, wenn es mal etwas holprig wird“, fügt sein jüngerer Bruder Martijn hinzu. „Wir haben unsere Meinungsverschiedenheiten und Streitereien, aber weil wir uns so gut kennen, finden wir immer eine Lösung. Ich bin etwas wagemutiger und gehe gerne Risiken ein. Maurice ist etwas konservativer.“ Maurice nickt seinem jüngeren Bruder zu. „Aber wir sehen das als eine unschlagbare Kombination.“

